Walfisch und Wale Informationen

Walfang in der Vergangenheit

Der Walfang war in der Vergangenheit, bis zur Erfindung der Dampfkraft und der Harpunenkanone Mitte des 19. Jahrhunderts, durch den Mangel an technischen Möglichkeiten eingeschränkt. Es wurde den Walen meist mit Segelschiffen, Ruderbooten, Handharpunen und Lanzen nachgestellt.

WalfangruderbooteIllustration: Walfang mit Ruderbooten im 18. Jahrhundert

Trotz allem war der Walfang auch in diesen Zeiten, und noch um einiges davor, sehr erfolgreich. Der Walfang wurde dabei derart intensiv betrieben, dass Wale wie der Kleine Grindwal und der Atlantische Nordkaper in ihren ursprünglichen Regionen nicht mehr aufzufinden waren. Nachdem eine weitere technische Fortentwicklung die Verarbeitung des Wals direkt an Bord ermöglichte, waren die Walfänger dann auch alsbald in der Hochsee unterwegs. Viele weitere Walarten, wie z.B. der Buckelwal, der Grauwal oder der Pottwal konnten damit leider weiterhin rücksichtslos gejagt werden, sodass auch diese Populationen stark geschwunden sind.

Beliebt war damals der Waltran, der aus dem Walspeck des Wals gewonnen wurde. Mit diesem Walöl wurden u.a. Seifen, Farben, Gelatine, Speisefette (z.B. Margarine) oder auch anfänglich Nitroglycerin hergestellt. Speziell das Ambra, dass nur im Pottwal zu finden war, diente der Kosmetikindustrie als Grundmaterial zur Herstellung von Parfüm.