
In der Vergangenheit, wie in der Neuzeit und bis zum heutigen Tag waren und sind Wale immer schon verschiedenen Gefahren ausgesetzt gewesen. Häufig geht hiermit eine Lebensbedrohung für die Wale einher, wenn der Mensch die Finger im Spiel hat. Die Hauptauslöser dieser Schwierigkeiten sind die voranschreitende Umweltverschmutzung, der rücksichtslose, übermässige Fischfang und der bis noch vor kurzem intensiv betriebene Walfang.
In vielerlei Hinsicht kann man behaupten, dass die Verschmutzung der Ozeane immer weiter zunimmt. Das Wasser ist häufig angereichert mit giftigen Substanzen wie Schwermetallen. Durch die Nahrungsaufnahme nimmt der Wal ebenfalls eine Menge dieser Stoffe zu sich, welche im Körper des jeweiligen Wales abgelagert werden. Viele Körperfunktionen der Wale können dadurch beeinträchtigt werden. Ein weiteres Problem, dass nicht nur den Walen, sondern vielen Lebewesen im Meer zu schaffen macht, ist der enorm angestiegene Lärmpegel im Meer. Das Dröhnen der Schiffsmotoren, das hochentwickelte Echolot der Marine und viele weitere fremde Geräusche beeinträchtigen die Navigation, die Kommunikation und den Beutefang des Wals.
Viele Industrienationen betreiben darüber hinaus einen intensiven Fischfang. Hierbei werden oftmals Schleppnetze verwendet. In diesen Schleppnetzen verfangen sich unter anderem Delfine und Wale als sogenannter Beifang, die dann zumeist nicht mehr freikommen und als luftatmende Säugetiere unter Wasser qualvoll ersticken müssen. Eine Vielzahl anderer Lebewesen ist dadurch ebenso gefährdet.
Ein toter Weissflankenschweinswal im Fischernetz: Beifang
Der Walfang hatte lange Zeit eine grosse Bedeutung für die Wirtschaft. Aus dem Walspeck wurde Waltran hergestellt, der zu einer Menge unterschiedlichster Produkte verarbeitet wurde oder ein Bestandteil von einigen Erzeugnissen war. Dadurch hat man viele grosse Walarten an den Rande des Aussterbens gebracht. Damit sich diese Populationen wenigstens ein bisschen erholen können, hat man den Walfang derzeit streng reglementiert. Einige Länder haben bereits komplett auf den Walfang verzichtet. Es gibt jedoch trotzdem Nationen wie z.B. Japan, Island oder Norwegen, die nicht auf den Walfang verzichten bzw. die Fangquoten für Wale wieder erhöhen möchten.
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