Walfisch und Wale Informationen

Bartenwale

Man unterscheidet im Allgemeinen zwei Walgruppen, die Zahnwale (Odontoceti) und die Bartenwale (Mysticeti). Charakteristisch und namengebend für die Bartenwale sind die langen, an den Enden aufgefranste Hornplatten im Maul des Bartenwals, womit er seine Nahrung, das tierische Plankton bzw. den Krill, aus dem Meerwasser filtert. In der Familie der Bartenwale findet man die grössten Säugetiere der Erde wie zum Beispiel den Blauwal. Die Gattung der Bartenwale unterscheidet man generell in drei Unterarten: den Glattwal, den Grauwal und die Furchenwale.

Furchenwal: Blauwal
Grafische Darstellung eines Blauwals (Balaenoptera musculus)
© Heike Pahlow, wale.info

Der Glattwal wird beispielsweise vertreten durch den Grönlandwal und den Zwergglattwal. Typische Merkmale des Glattwals sind in der Regel die furchenfreie Körperunterseite, eine speziell gebogene Ober- und Unterkieferformung, die dem gesamten Kopfbereich ein gedrungenes Aussehen verleiht, lange, dünne und biegsame Barten sowie eine gemächliche Reisegeschwindigkeit. Die Grösse der Glattwale liegt ungefähr zwischen 13,5 - 19 Metern, das Gewicht kann zwischen 40 und 80 Tonnen liegen.

Der Grauwal wird einer eigenen Gruppierung zugeteilt, da er sich deutlich im Verhalten von den Glatt- und Furchenwalen absetzt. Das Einzigartige des Grauwals ist seine Nahrungssuche. Im Gegensatz zu allen anderen Bartenwalen sucht er hauptsächlich den Boden der Meere nach Nahrung ab. Heute findet man den Grauwal grösstenteils im Pazifik und hier oftmals in Küstennähe, häufig in einer Gewässertiefe von weniger als 10 Metern. Er erreicht eine Grösse von maximal 15 Metern und kann zwischen 14 und 35 Tonnen wiegen.

Buckelwal
Buckelwal im Sprung

In der Rubrik der Furchenwale findet man hingegen den Blauwal, den Finnwal, den Brydewal, den Seiwal, den Zwergwal oder den Buckelwal. An der Körperunterseite, die Kehle entlang bis maximal zum Unterleib, ziehen sich beim Furchenwal die charakteristischen Furchen. Diese können sich bei der typischen Nahrungsaufnahme der Furchenwale extrem ausdehnen und auch wieder zusammenziehen. Die Barten der Furchenwale sind relativ kurz im Vergleich zu den Glattwalen. Die Verbreitung der Furchenwale ist über alle Ozeane verteilt. Meist ist der Lebensraum der Furchenwale die Hochsee. Furchenwale können eine Länge von bis zu 31 Metern erreichen.