
Wale faszinieren die Menschen schon seit jeher und beflügeln ihre Fantasie. Viele Geschichten über unsagbare Meeresungeheuer und tierische Freunde sind daraus entstanden. Die Ungeheuergeschichten entstanden hauptsächlich in der Zeit, als Wale noch mit einfacheren Mitteln gejagt wurden und bei jeder Jagd die Angst des Menschen mitschwang, ob man wieder heil an Bord des Hauptschiffes gelangte. Erzählungen dieser Erlebnisse zu Hause und das viel besagte "Seemannsgarn" dürften wohl ihr Übriges dazu beigetragen haben.
Eine Erforschung der Wale war zur damaligen Zeit kaum möglich, da die technischen Hilfsmittel dazu entweder komplett fehlten oder noch nicht ausgefeilt genug waren. Gegenwärtig kann man glücklicherweise auf eine ausgereifte Technik zurückgreifen, die das Erforschen der Wale deutlich erleichtert. Trotz allem wirft oftmals die Antwort auf eine Frage vielfältige neue Fragen auf, und daher bleiben die sanften Riesen auch heute sehr rätselhaft und geheimnisvoll.

Buckelwal vor der Küste Baja Californias, Mexico.
© Stefan Jacobs, orcahome.de
Dennoch hat die moderne Walforschung in vielerlei Hinsicht wesentlich genauere Angaben und Erkenntnisse durch den Einsatz der modernen Technik sammeln können. So ist beispielsweise inzwischen bekannt, dass es sich bei Walen um sehr komplexe Lebewesen handelt, die sich vielen verschiedenen äusseren Bedingungen in ihrem Lebensraum anpassen können. Durch das Anbringen von Sendern an manchen Walarten ist auch dokumentiert, dass sie wahre Kosmopoliten sind, die auf ihren jetzt nachvollziehbaren Wanderrouten sämtliche Ozeane durchkreuzen. Gute Beispiele hierfür sind der Blau-, der Grau- oder der Buckelwal. Ihre Anpassungsfähigkeit bezieht sich dabei auf Temperaturschwankungen im Wasser ebenso wie auf das ausgezeichnete Navigieren am dunklen Meeresgrund.
Leider wurden diese besonderen Säugetiere schon seit jeher vom Menschen erbarmungslos gejagt, was sie immer wieder die Gefahr der Ausrottung aufwarf. Glücklicherweise bemühen sich nicht allein grosse Tierschutzorganisationen heute darum, diese faszinierenden Tiere zu schützen und auch für die Nachwelt zu erhalten. Oftmals ist der Schutz der sanften Riesen jedoch mit Rückschlägen verbunden, da es nach wie vor Nationen wie z.B. Japan und Norwegen gibt, die den Walfang nicht einstellen wollen.

Walfang auf den Färöer Inseln: Getötete Weissseitendelfin
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